Klimaschulen in Sachsen: Bildung für eine nachhaltige Zukunft
Der Bedarf an Bildung für nachhaltige Entwicklung wird immer wichtiger. Sachsen hat mit der Initiative „Klimaschulen in Sachsen” einen bedeutenden Schritt unternommen, um Schülerinnen und Schüler nicht nur über Klimaschutzmaßnahmen zu informieren, sondern sie auch zu aktiven Mitgestaltern einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu befähigen. Die Initiative verfolgt das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung umfassend in den Schulalltag zu integrieren. Mit dem Konzept „Klimaschulen in Sachsen 2030”, das 2024 vom sächsischen Kabinett beschlossen wurde, wird ein konzeptioneller Rahmen bis zum Jahr 2030 festgelegt. Ziel der Initiative ist es, zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beizutragen und die ganzheitliche Integration von Klimaschutz und Klimaanpassung in den Schulalltag zu fördern.
Derzeit gibt es in Sachsen ein Netzwerk von insgesamt 43 Klimaschulen, ergänzt durch 27 weitere Schulen, die sich auf dem Weg zur Klimaschule befinden. Dieses Netzwerk bietet eine Plattform für den Austausch von Ideen und Best Practices und stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Schulen, um gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft zu arbeiten.
Anfang Februar fand im Rahmen der Initiative, eine Klimaschulkonferenz im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden statt und bot rund 200 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften von Klimaschulen und Schulen, die sich um den Titel bewerben, die Möglichkeit, sich über ihre Aktivitäten auszutauschen.
Das Programm der Konferenz, das in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum erarbeitet wurde, stand unter dem Schwerpunktthema „Luft”. Es umfasste praxisorientierte Workshops, Diskussionsrunden und Fachbeiträge zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Klimaanpassung. Der Besuch der Sonderausstellung „Luft. Eine für alle” bot den Teilnehmenden eine konkrete Auseinandersetzung mit themenbezogenen Fragen.
Um eine Klimaschule zu werden, müssen Schulen einen mehrstufigen Prozess durchlaufen. Dieser beginnt mit der Auseinandersetzung mit dem Konzept einer klimafreundlichen Schule und der Planung konkreter Maßnahmen. Es ist ratsam, frühzeitig den Schulträger einzubeziehen und sich von den Erfahrungen anderer Klimaschulen inspirieren zu lassen.
Die Klimaschulkonferenz 2025 am 6. Februar zeichnete vier neue Schulen als Klimaschulen aus: die Evangelische Schulgemeinschaft Erzgebirge, das Berufliche Schulzentrum Leipziger Land, das Lößnitzgymnasium Radebeul und die Gemeinschaftsschule Campus Cordis Dresden. Die Christliche Schule Dresden wurde rezertifiziert, was ihren kontinuierlichen Einsatz für den Klimaschutz würdigt.
Trotz der Erfolge stehen die Schulen vor Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Integration von Klimaschutzmaßnahmen in den ohnehin schon anspruchsvollen Schulalltag. Die engagierte Arbeit der Lehrkräfte, die sich über den Unterricht hinaus für Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen, ist dabei von unschätzbarem Wert.
Wer selbst Klimaschule werden möchte, kann sich unter folgendem Link registrieren:
https://www.portal.klimaschulen.sachsen.de/